Was bietet die INPP?
Was beinhaltet die INPP® Methode?
Die INPP® Methode ist ein pädagogisch und therapeutisch erprobtes Diagnostik- und Übungsprogramm zur Unterstützung und Förderung von Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Durchführung des INPP-Programms dauert etwa 1 bis 1 1/2 Jahre. Das Institut für Neurophysiologische Psychologie (INPP) wurde 1975 von Dr. Peter Blythe in Chester gegründet. Die Methode wird weltweit angewendet.
Welche Kinder profitieren von der Neuromotorischen Entwicklungsförderung nach INPP®?
- Konzentrationsschwächen, Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit, geringe Ausdauer, Hyperaktivität, körperliche Unruhe und Impulsivität (AD(H)S, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom)
- Lese- und Rechtschreibschwächen, Rechenschwierigkeiten
- mangelnde Sinnes-Vernetzung (Taktile Wahrnehmung, Gleichgewicht, Eigenwahrnehmung, Hören, Sehen)
- Koordinations und Gleichgewichtsstörungen
- Emotionale Anpassungsprobleme und Schwankungen, Ängste und Panikstörungen
- Autismus, Asperger Syndrom

Wirkung des INPP®-Trainings
Ziel des Trainings ist es, den persönlichen Lernprozess zu unterstützen, indem die frühkindlichen Reflexe integriert werden, wenn diese noch nicht ganz ausgereift sind. Dies wiederum stimuliert den neuromotorischen Reifungsprozess. Dabei lernt das Kind mit Frustrationen besser umzugehen (Selbstregulation) und erfährt eine positive Selbstwirksamkeit. Durch das Training kann sich die aktive Teilhabe inner- und ausserhalb der Familie stabilisieren und das Selbstvertrauen wird auf natürliche Weise gestärkt. Die Auswirkungen der Reflex-Ausreifung durch gezielte Übungen können sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirken.
Für mehr Informationen besuchen Sie: www.inpp.info
Frühe Anzeichen eines unausgereiften Nervensystems
Faktoren für eine verzögerte Bewegungsentwicklung:
- Spätes Laufen lernen
- Schwierigkeiten sich anzuziehen (Feinmotorische Entwicklung)
- Schwierigkeiten Fahrrad zu lernen (Gleichgewicht)
- Schwierigkeiten Bälle zu fangen (Auge-Hand-Koordination)
- Schwierigkeiten still zu sitzen
- Bettnässen nach dem 5. Lebensjahr
Faktoren für verzögerte Sprachentwicklung:
- Später Sprechbeginn
- Kleiner Wortschatz
- Sprachverständnis erschwert
- Häufige Hals-Nasen-Ohreninfektionen während der ersten drei Lebensjahren
- Hypersensivität und hohe Geräuschempfindlichkeit
Ablauf des Trainings:
- Familie füllt für ihr Kind einen evaluierten Fragebogen aus
- Erstgespräch zur Problemstellung und Anamnese mit Eltern (ohne Kind)
- Erfassung des neuromotorischen Entwicklungsstandes (2-3 Stunden) mit Eltern und Kind, ein Bericht wird verfasst
- Auswertungsgespräch (mit Eltern ohne Kind)
- 1. Übungsvergabe (mit Eltern und Kind)
- 1. Wiedervorstellung nach ca. 8 Wochen (mit Eltern und Kind)
- Weitere Wiedervorstellungen finden jeweils nach 8 Wochen statt
- Dauer des ganzen Trainings: 1 bis 1,5 Jahre
Schlüssel zum Erfolg!
- Tägliches Training von 5 bis 10 Minuten unter Begleitung der Eltern
- Regelmässigkeit, Wiederholung und Ausdauer
Lassen Sie Ihre Kinder zu kreativen Lernhelden werden!
Preise
Kostenzusammenstellung für die Neuromotorische Entwicklungsförderung
| Erstgespräch und Anamnese | 140.– |
| Erfassung des Entwicklungsstandes mit Bericht | 350.– |
| Besprechung der Testergebnisse | 160.– |
| Vergabe des häuslichen Übungsprogramms | 140.– |
| 8 bis 9 Wiedervorstellungen alle 6-8 Wochen über einen Zeitraum von bis zu eineinhalb Jahren Jede Wiedervorstellung kostet jeweils |
160.– |
Mehr Hintergrund?
Von wem wurde die Methode entwickelt?
Die Methode wurde vom Psychologen Dr. Peter Blythe 1975 in Chester entwickelt. Er und sein Team erforschten wissenschaftlich den Zusammenhang zwischen einem unausgereiften Nervensystem und den spezifischen Lernschwierigkeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wie Lese- und Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, Aufmerksamkeitsdefizitstörung und Autismus-Spektrum-Störung sowie Angst-, Zwangs- und
Panikstörungen. Die Ausreifung der Frühkindlichen Reflexe geben einen Anhaltspunkt über die Funktionsfähigkeit des Zentralen Nervensystems.
Was ist ein frühkindlicher Reflex?
Ein Reflex ist eine unwillkürliche Reaktion auf einen Reiz (aus Sally Goddard -Blythe: Greifen und Begreifen, VAK 2005). Sie entstehen 9 bis 12 Wochen nach Empfängnis, sind nach 40 Schwangerschaftswochen vollständig präsent und werden nach 6 bis 12 Monaten von dem sich weiter entwickelnden Gehirn gehemmt. Sie verschwinden niemals vollständig (aus dem Handbuch INPP-Konzept: Die Neuromotorische Entwicklungsförderung).
Wie funktioniert das Training?
Das Training nach der INPP®-Methode ist ein Bewegungs-Training, das auf neuromuskulärer Ebene stattfindet. Wenn Frühkindliche Reflexe über das Alter von einem Jahr noch aktiv sind, stören sie die reibungslose Entwicklung der höheren Gehirnzentren. Mit diesem Training finden zu einem späteren Zeitpunkt eine Ausreifung, Hemmung und Integration der Frühkindlichen Reflexe statt.
Durch dieses gezielte neuromotorische Training kann eine gute Basis gelegt werden. Die klare Vernetzung der Sinne (Taktile Wahrnehmung, Gleichgewicht, Eigenwahrnehmung, Hören, Sehen, Schecken, Riechen) verläuft zeitgleich koordiniert und unterliegt weniger Verarbeitungsverzögerungen oder -Störungen. Durch die gute Zusammenarbeit der Basisfunktionen hat das Kind/der Erwachsene einen freieren Zugang zu seinem mentalen/
kognitiven Potential. Dies ist für die persönliche Weiterentwicklung von entscheidender Bedeutung.